Lebenswege-Abend. Orientierung mit Offenheit

Am 10. Februar 2026 fand an unserer Schule erneut unser Lebenswege-Abend statt, eine Veranstaltung, die bewusst mit klassischen Vorstellungen von „geradlinigen“ Bildungsbiografien gebrochen hat. Die Jahrgänge 10 bis 12 erhielten an diesem Abend die besondere Gelegenheit, aus 23 Referentinnen und Referenten drei Vorträge auszuwählen und so ganz unterschiedliche Lebensgeschichten kennenzulernen.

Vielfalt statt Dreigliedrigkeit

Im Mittelpunkt standen nicht die bekannten Muster von Schule – Studium – Beruf, sondern individuelle, oft verschlungene Wege mit Umwegen, Neuanfängen und bewussten Richtungswechseln. Die Referentinnen und Referenten berichteten offen und reflektiert von:

  • begonnenen und später gewechselten Studiengängen,
  • zusätzlichen Ausbildungen nach einem Studium,
  • beruflichen Neuorientierungen nach mehreren Jahren im Arbeitsleben,
  • Studienmöglichkeiten ohne klassisches Abitur,
  • bewussten Pausen zur persönlichen Weiterentwicklung.

Dabei wurde deutlich: Lebenswege verlaufen selten linear. Entscheidungen dürfen revidiert, Interessen neu entdeckt und Perspektiven erweitert werden.

Orientierung in einer entscheidenden Phase

Gerade für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 11 und 12, die sich in einer Phase intensiver Zukunftsplanung befinden, hatte der Abend eine besondere Bedeutung. Das bevorstehende Abitur wirft zwangsläufig Fragen auf:
Was möchte ich studieren? Welche Ausbildung passt zu mir? Welche Entscheidung ist „die richtige“?

Die Rückmeldungen zeigen, dass der Lebenswege-Abend hier eine wichtige Entlastung geschaffen hat. Viele Schülerinnen und Schüler nahmen aus den Vorträgen mit:

  • Man muss mit 17 oder 18 Jahren noch nicht wissen, was man ein Leben lang machen möchte.
  • Richtungswechsel sind kein Scheitern, sondern Teil persönlicher Entwicklung.
  • Das eigene Leben darf – und soll – ausprobiert werden.

Diese Perspektive hat spürbar Mut gemacht.

Bildung als offener Prozess

Der Abend hat eindrucksvoll verdeutlicht, dass Bildung kein starrer, dreistufiger Prozess ist, sondern ein individueller Entwicklungsweg. Schule legt wichtige Grundlagen, doch was danach folgt, ist kein festgelegtes Schema, sondern ein Gestaltungsraum.

Die Offenheit der Referentinnen und Referenten, ihre Erfolge ebenso wie ihre Zweifel und Umwege zu teilen, hat dazu beigetragen, ein realitätsnahes Bild von Berufs- und Lebensplanung zu vermitteln. Gerade diese Ehrlichkeit machte die Vorträge so wertvoll.

Ein Abend mit nachhaltiger Wirkung

Der Lebenswege-Abend war mehr als eine Informationsveranstaltung. Er war ein Impuls zur Selbstreflexion. Viele Schülerinnen und Schüler verließen die Schule an diesem Abend mit dem Gefühl, dass ihre Zukunft kein enges Korsett ist, sondern ein offenes Feld an Möglichkeiten.

Die zentrale Botschaft lautete: Es ist nicht nur erlaubt, sondern notwendig, den eigenen Interessen zu folgen, auch wenn der Weg nicht geradlinig verläuft.

Wir danken allen 23 Referentinnen und Referenten für ihr Engagement und ihre Offenheit sowie allen Beteiligten für die Organisation dieses bereichernden Abends.

Der Lebenswege-Abend hat gezeigt: Mut entsteht dort, wo Vielfalt sichtbar wird, und wo junge Menschen erfahren, dass ihr Weg ihr eigener sein darf.

13 thoughts on “Lebenswege-Abend. Orientierung mit Offenheit

  1. Durch diesen Abend wurde mir Mut gemacht an meinen Interessen festzuhalten und nicht immer den einfachsten oder „klassischen“ Weg zu gehen. Allgemein war es ein sehr bereichernder und gelungener Abend. Ein großes Dankeschön gilt den Referenten, ohne welche der Abend nicht umsetzbar wäre.

  2. Der Lebenswege-Abend hat mir gezeigt, dass nicht alles im Leben geradlinig verlaufen muss. Besonders beruhigend fand ich zu hören, dass viele Referentinnen und Referenten ihren Weg mehrmals geändert haben – und dass das völlig normal ist.
    Oft denkt man, man müsse mit 17 schon genau wissen, was man später machen will. An diesem Abend habe ich verstanden, dass man Entscheidungen auch überdenken und neue Wege einschlagen darf. Das hat mir viel Druck genommen.
    Für mich war der Abend deshalb nicht nur informativ, sondern vor allem ermutigend.

  3. Der Lebenswege-Abend hat mir gezeigt, wie unterschiedlich und individuell Lebenswege wirklich sein können. Besonders beeindruckt hat mich, wie offen die Referenten über Umwege, Zweifel und Richtungswechsel gesprochen haben. Dadurch wurde mir klar, dass es völlig in Ordnung ist, noch nicht alle Antworten auf meine Zukunftsfragen zu haben.
    Ich habe den Abend als sehr motivierend erlebt. Er hat mir Mut gemacht, meine Interessen ernst zu nehmen und offen für Veränderungen zu bleiben. Insgesamt war es eine wertvolle Erfahrung, die mir neue Perspektiven für meine eigene Zukunft gegeben hat.

  4. Der Abend hat mir zum einen gezeigt, dass es überhaupt nicht schlimm ist noch nicht zu wissen was ich nach dem Abitur machen möchte und mir somit auch die Angst vor der Zukunft genommen. Zum anderen haben die Referenten ihre Lebenswege mit viel Enthusiasmus vorgestellt und erzählt. Das hat mir gezeigt, dass ich an mich glauben soll und meinen eigenen Weg gehen kann und darf.

  5. Ich selbst kann dem nur zustimmen und fand den Abend auch sehr informativ und ermutigend. Besonders gut hat mir ein Vortrag von einem jungen Studenten gefallen, da man das Gefühl hatte, dass er einen besser verstehen würde, da er selbst noch am Anfang seines Karriereweges steht. Auch fand ich es sehr angenehm, dass viele in unserem alter auch noch nicht genau wussten, was sie später einmal machen wollen.

  6. Besonders hervorzuheben ist der Punkt, dass man wirklich frei und flexibel in seiner Karrierewahl ist. Man braucht nicht die perfekte Uni und den perfekten Abschluss, auch ohne jenes kann man sehr erfolgreich sein. Wichtig ist, wie man Erfolg definiert, und der Weg dorthin ist Skill + Erfahrung • Attitude, das habe ich an dem Lebenswege-Abend mitgenommen.

  7. Generell denke ich, dass diese Art von Austausch über die Zukunft nach der Schule sinnvoll ist und vielen dabei auch helfen kann, sich für etwas zu entscheiden. Für mich nehme ich auch mit, dass Interesse und Spaß an vorderster Stelle stehen sollten und ein gesundes Verhältnis von Arbeit und z.B der Familie oder Freunde sehr wichtig ist.

  8. Man sollte sich in der Findung seines Weges für die berufliche Laufbahn nie vordergründig nach dem Geld richten, sondern seine Interessen und Stärken verfolgen. Wenn man diesen Weg mit viel Engagement verfolgt kommt mit der Zeit auch das Geld und man lebt ein erfüllteres Leben in dem man sich nicht eingeengt fühlt.

  9. Der Abend hat mir gezeigt, dass man an seinen Interessen festhalten sollte und wie unterschiedlich und individuell Lebenswege sein können. Der Abend war sehr motivierend.

  10. Ich fand den Lebenswege-Abend hilfreich und auch beruhigend, dass nicht immer alles geradlining laufen muss.
    Besonders gut fand ich, wie offen die Referentinnen und Referenten von ihren eigenen Erfahrungen berichtet haben und wie unterschiedlich die Lebenswege verlaufen sind.
    Dadurch wurde einem der Druck genommen und mir wurde klar, dass es nicht schlimm ist, wenn man jetzt noch keinen Plan für seine Zukunft hat.

  11. Bei dem Lebenswege-Abend entstand eine positive Atmosphäre, bei dem die Referentinnen und Referenten freudig von ihrem Leben erzählten. Sie zeigten uns gut, dass selbst wenn du noch nicht weißt was du werden willst, trotzdem einen Weg finden wirst, es nur weiter versuchen musst.
    Es wurde gezeigt wie individuell jeder den Weg bestritten hat und auch dem einen oder anderen Schüler eine neue Perspektive aufgelegt.

  12. Der Lebenswegeabend war ein aufschlussreiches Ereignis. Im Hinblick auf das Jura Studium habe ich viele interessante Einblicke in zwei Vorträgen bekommen. Dies war hilfreich für meine Einschätzung, inwiefern das Studium zu mir passen könnte. Ein Vortrag war aus der Sicht eines Studenten und der andere aus der Sicht einer Richterin am Landesgericht, was mir ein breites Feld an sinnvollen Hilfestellungen, bei der Entscheidungsfindung, eröffnet hat. Der Vortrag über den Beruf des Life-Coaches, war auch sehr interessant, vor allen Dingen wegen des vielfältigen Lebens- und Karriereweges der Referentin. Dies hat mir gezeigt, dass ich mich nicht jetzt schon für einen Bereich entschiede, in dem ich für immer tätig sein muss, was mir bei meiner Entscheidung etwas den Druck genommen hat.

  13. Der Lebenswege-Abend hat mein Vorhaben, Jura zu studieren, gefestigt. Einer der Referenten erzählte von seinem, noch andauernden, Jura-Studium und entkräftigte bestehende Vorurteile dieses Studiengangs. Dies führte teilweise zu einer Erleichterung von Bedenken, die man bis dahin hatte. Ein anderer Vortrag wurde von einer Richterin gehalten, welcher ebenfalls Interesse weckte. Auch hat man gelernt, dass man mit einem schlechten oder gar ohne Abitur erfolgreich werden kann und sich solange ausprobieren sollte, bis man etwas gefunden hat, was einen erfüllt.

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