Pflanzen und Tiere auf dem Schulhof

Egal ob Amsel, Sperling oder Elster, Libellen, Ameisen oder Bienen, Kiefer, Eiche oder Douglasie, wir alle kennen diese Vögel, Insekten und Pflanzen. Doch welche davon findet man in unserer Umgebung oder sogar auf unserem Schulhof wieder und was macht sie so besonders?
Um diese äußerst interessante Frage beantworten zu können, führte ich ein Interview mit Herrn Steidel, einem Biologielehrer des Weinberg Gymnasiums, in unserem Schulbiotop.
     Ich:  Wie wurde eigentlich Ihr Interesse für die Biologie geweckt und wieso wurden Sie dann auch noch Biologielehrer?
     Herr Steidel: Das ging schon von klein auf los. Wir waren als Familie auf dem Dorf und da konnten wir automatisch mit Tieren und Pflanzen zusammenleben und das hat mich interessiert und so ging das auch immer weiter, auch besonders mit Vögeln. Das Interesse ist bis heute geblieben und dann hatte ich auch vor, Biologie weiter zu machen und habe das dann erst als normale Wissenschaft betrieben und dann aber auf Lehramt gelernt. Deswegen bin ich jetzt Biologielehrer, neben dem Sport.
       Ich: Während des Unterrichtes, aber vor allem auch während der Pausen, kann man viele verschiedene Vögel auf dem Schulhof hören und sehen. Welche Vögel konnten Sie denn schon beobachten?
Herr Steidel: Das ist eine ganze Menge, weil ja hier in der Nähe, also gleich 100-200 Meter weiter die Bäkeniedereung ist und das ist Naturschutzgebiet und der Wald grenzt auch bis an die Schule an und selbst hier in das Biotop kommen Vögel, um zu trinken. Das sind Buchfinken, Meisen, Kohlmeisen, Blaumeisen, Nebelkrähen, aber ich habe jetzt zum Beispiel im Frühjahr auch einen Wiedehopf gehört, das ist der Vogel des Jahres gerade. Und in der Bäkeniederung schreien oft die Kraniche oder Graugänse. Dann gibt es noch die Schwarzspechte, Buntspechte und Singdrossel. Also ich könnte noch eine ganze Menge aufzählen, das ist echt ganz schön viel. Das ist wirklich ein sehr interessantes Gesamtareal hier, sowohl der Weinberg als auch die Niederung mit dem Bruchwald und dieser feuchten Sänke, wo die Bäke lang fliegt.
     Ich: Da unser Schulhof ein ziemlich großes Areal bedeckt, gibt es auf ihm viele verschiedene Pflanzen und Orte. Was ist Ihr Lieblingsort und was macht ihn so besonders?
Herr Steidel: Das ist der Platz, in dem wir gerade sitzen, also das ist wirklich mit der schönste Platz hier an dem Teich. Der ist hier leider ziemlich vertrocknet, aber die Wasserpflanzen stehen natürlich gut, solange Wasser darin ist oder gegossen wird und das haben wir jetzt auch gerade noch einmal gemacht. Aber man kann eben nicht alles Gießen und bestimmte Bereiche, dieser untere Teichbereich, der wird dann auch häufig durch die Sonne mittags beschienen und der trocknet dann eben schnell aus und das sieht man dann auch. Diesen Teil müsste man eigentlich wegschneiden, aber je mehr man wegschneidet, desto weniger ist der Boden bedeckt und das fördert dann wieder die Austrocknung. Also muss man immer überlegen, wie man das macht.
      Ich: Und haben Sie generell einen Favoriten in der Pflanzenwelt, welchen man vielleicht nicht auf dem Pausenhof wiederfindet?
Herr Steidel: Also die aller ungewöhnlichste Pflanze, die ich kenne und welche auch mein Favorit ist, ist die Rafflesia. Das ist eine riesen große, tropische Pflanze. Das ist die, die größten Blüten überhaupt macht und die lockt Fliegen an, welche dann zur Bestäubung dienen. Das ist eine wirklich sehr exotische Sache, es gibt aber auch sehr viele andere Pflanzen, die mir gefallen. 

Wie man im Interview erkennen konnte, kann man sogar in unserer nahen Umgebung viele Pflanzen und Tiere finden. Abschließend kann man sagen, dass die Vegetation unseren Alltag verschönert und simultan auch noch Sauerstoff produzieren. Deswegen noch ein kleiner Appell an euch: Geht sorgsam und nachhaltig mit der Natur um, damit auch noch Generationen nach uns ihre volle Schönheit genießen können.

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