6 Jahre am WbGym: mein Fazit

Vor nun gut sieben Jahren habe ich mich für das Weinberg-Gymnasium als Erstwunsch entschieden. Falls jemand denkt, dass es die klassischen bzw. alt bekannten Gründe waren, dann muss ich diese Person leider enttäuschen. So gut wie alle meine Freunde hatten sich entschieden, an andere Schulen im Umkreis zu gehen und Naturwissenschaften waren noch nie wirklich meine Stärken oder besser gesagt meine Komfortzone und doch viel meine Wahl auf genau dieses Gymnasium. Warum? Mich hatte das Gymnasium beim Tag der offenen Tür mit logischer und planungsvoller Struktur so sehr überzeugt, dass ich mir sicher war, auch ohne eine Leidenschaft in den Naturwissenschaften zu haben, gut aufgehoben zu sein.

Und so startete meine Zeit dann auch vor genau 6 Jahren in der siebten Klasse hier an der Schule. Wenn ich meine Schulzeit in drei Wörtern zusammenfassen müsste, dann wären es wohl lernreich, abenteuerlich und turbulent. Ich kann sagen, dass mein Start wohl alles andere als einfach war und ich lange auch nicht sicher war, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Natürlich habe ich mich auch gefragt, ob ich nicht die Schule wechseln sollte und das auch nicht nur einmal. Doch ich bin immer zur gleichen Antwort gekommen:

Nein

Für mich gab es in gewisserweise immer einen Grund dafür nicht zu wechseln. Nicht meine Mitschüler:innen waren der entscheidende Grund, nein, viel mehr haben mich die Lehrerinnen und Lehrer an der Schule gehalten.
Keine Sorge, ich schreibe das, nachdem meine letzten Noten schon feststehen 🙂
Für mich gab es damals genau eine Lehrerin, die mir irgendwie die Entscheidung einfacher gemacht hat. Doch irgendwann brauchte ich mir die Frage nicht mehr stellen, weil ich genau eine Sache angefangen habe zu tun, die ich jedem nur ans Herz legen kann:

MACHE DIE SCHULE ZU DEINER SCHULE!

Am Anfang war ich Mitläufer in meiner Klasse, stand in den Pausen zwar bei allen andern, habe aber so gut wie kein Wort gesagt und ich kann versprechen, dass es nicht daran lag, dass ich schüchtern war. Irgendwann bin ich aber auch mal aus der Mädchengruppe weggegangen zu einer gemischten, eher Außenseitergruppe und ob man es glaubt oder nicht, das war damals die beste Entscheidung. Mit diesen Menschen habe ich die wohl schönsten Schuljahre erlebt. Wir haben nämlich angefangen, uns in der Schule zu beteiligen. Es gibt unzählige Arbeitsgemeinschaften und Gremien, in denen man auch tatsächlich was verwirklichen kann. Man lernt Schüler:innen aus anderen Jahrgangsstufen kennen und auch wenn vielleicht die eigene Klasse kein Zuhause ist, dann findet man in genau solchen Gruppen immer gute Freunde.

Probiert euch aus! Man kann in jede Arbeitsgemeinschaft mal rein schnuppern und gucken, ob das was für einen ist und ich meine hier natürlich nicht nur die Schülerzeitung. Durch genau solche Gruppen kann man so viel Erleben und sich selbst bereichern mit Erfahrungen, Fähigkeiten und Freunden. 

Ich persönlich finde das soziale Umfeld fast etwas wichtiger, mal zu beschreiben als den Unterricht, denn der wird eigentlich auf der Webseite und auch am Tag der offenen Tür schon sehr realistisch dargestellt. Doch eins kann ich sagen, der Unterricht ist eigentlich immer auf dem neusten Stand und es wird eine gute Kombination aus Neuen Medien und klassischem Unterricht gefunden. Ich glaube, es wäre irgendwie zu schön, wenn man sagen würde, man mag alle Lehrer:innen. Aber ich habe mich immer relativ wohl gefühlt und konnte, falls es irgendwas gab, dass auch kommunizieren. Grundsätzlich sind nämlich alle sehr offen, zumindest wenn man die Dinge sachlich und ruhig anspricht. Mittlerweile haben wir auch eine Schulsozialarbeiterin und Vertrauenslehrer, die immer ein offenes Ohr haben. Doch zumindest war es für mich so, dass ich immer das Gefühl hatte, eine Lehrerin zu haben, mit der ich hätte reden können. So das ich mir sogar eine Lehrerin für viele Jahr nun auch insgeheim als gewisses Vorbild nehmen konnte.

Alles in allem kann ich es rückblickend nur empfehlen aufs Weinberg-Gymnasium zugehen. Es ist eine moderne Schule mit Hilfsbereiten Lehrer:innen. Aber vor allem möchte ich auch diejenigen ermutige sich das Gymnasium mal anzuschauen, die vielleicht nicht zu 100 % für die Naturwissenschaften brennen. Das WbGym ist nämlich noch viel mehr als nur das! Und auch wer Angst hat, dass es zu streng hier ist, den kann ich beruhigen. Am besten kann ich das mit einer Metapher einer hier schon viel angesprochene Lehrerin beschreiben: „Wir wollen alle den Berggipfel erreichen, die langsamen genauso wie die Sprinter. Ich versuche das Ganze nun unter einen Hut zubringen.“ (Sinngemäß zitiert aus einer Geografiestunde) Was sie uns damit aber immer sagen wollte, ist, dass man nur gemeinsam ans Ziel kommt und das jeder von uns das Abitur schaffen kann und genau das widerspiegelt den Unterricht hier eigentlich sehr gut. Natürlich muss man was dafür tun, aber keine Sorge Freizeit hat man trotzdem mehr als genug.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, 

das WbGym kann für jeden ein Zuhause sein, wenn er oder sie es möchte! 

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